--2--
den-- Beruf unterbreche und sogar auf das Zusammenleben mit Helene verzichte
-- -- --erhellt also daraus, daß eine Parallelstellung mit Charleys seinerzei-
tigen "Opfern" selbst nicht am Platz wäre, wenn diese Opfer durch die von ihm
gewünschte Testamentsänderung nicht etwas zweifelhaft geworden wäre, -- -- so
wird durch diese öffentliche Erklärung meiner Stellungnahme, hoffentlich von
vorn herein und allüberall, eine Verkennung meiner Bereitwilligkeit unmöglich.
Ich wiederhole: Nicht weil ich etwa je "geplant" hätte, an Charleys
Stelle zu kommen, oder es nur gewünscht habe, oder für mich geeigneter halte,
oder mir mein Dortsein als ein ganz besonderes Glück für die Familie erscheint
oder für mich, als eine Rettung aus Existenzlosigkeit, nicht, weil ich in Wien
"eh' nichts zu tun habe" und ein '"Faulenzer bin, der --nachdem er nichts mehr
von seiner Mutter bekommt -- sich am Berghof weiter erhalten läßt", also quasi
auf ein Gnadenbrot angewiesen ist -- -- -- -- nicht darum komme ich auf den
Berghof, sondern nur, weil ich mich --für den Fall, daß man mich dort braucht --
dazu bereit erklärte und dazu bereit bin, und es als meine Pflicht Dir und der
ganzen Familie gegenüber erachte.
Ich bitte dich, liebe Mama, dies allen meinen Geschwistern (auch
Herrmann und selbstverständlich auch May) bekannt zu geben und grüß und küsse
Dich vielmals
Dein dankbarer Sohn
Alban
den-- Beruf unterbreche und sogar auf das Zusammenleben mit Helene verzichte
-- -- --erhellt also daraus, daß eine Parallelstellung mit Charleys seinerzei-
tigen "Opfern" selbst nicht am Platz wäre, wenn diese Opfer durch die von ihm
gewünschte Testamentsänderung nicht etwas zweifelhaft geworden wäre, -- -- so
wird durch diese öffentliche Erklärung meiner Stellungnahme, hoffentlich von
vorn herein und allüberall, eine Verkennung meiner Bereitwilligkeit unmöglich.
Ich wiederhole: Nicht weil ich etwa je "geplant" hätte, an Charleys
Stelle zu kommen, oder es nur gewünscht habe, oder für mich geeigneter halte,
oder mir mein Dortsein als ein ganz besonderes Glück für die Familie erscheint
oder für mich, als eine Rettung aus Existenzlosigkeit, nicht, weil ich in Wien
"eh' nichts zu tun habe" und ein '"Faulenzer bin, der --nachdem er nichts mehr
von seiner Mutter bekommt -- sich am Berghof weiter erhalten läßt", also quasi
auf ein Gnadenbrot angewiesen ist -- -- -- -- nicht darum komme ich auf den
Berghof, sondern nur, weil ich mich --für den Fall, daß man mich dort braucht --
dazu bereit erklärte und dazu bereit bin, und es als meine Pflicht Dir und der
ganzen Familie gegenüber erachte.
Ich bitte dich, liebe Mama, dies allen meinen Geschwistern (auch
Herrmann und selbstverständlich auch May) bekannt zu geben und grüß und küsse
Dich vielmals
Dein dankbarer Sohn
Alban
Hoffentlich erhältst Du den Brief bald, damit Du nicht wieder mir --statt der
Postverbindung -- die Schuld an der langsamen Beantwortung Deines Briefes
gibst. (Vorbereitung zur Leitung vom Berghof aus nahm ich sofort in Angriff.
Wegen Klavier soll sich Smaragda vorläufig nicht den Kopf zerbrechen. Grüße sie
mir und May herzlich.)
Postverbindung -- die Schuld an der langsamen Beantwortung Deines Briefes
gibst. (Vorbereitung zur Leitung vom Berghof aus nahm ich sofort in Angriff.
Wegen Klavier soll sich Smaragda vorläufig nicht den Kopf zerbrechen. Grüße sie
mir und May herzlich.)