--4--
6.) Brief vom 24.Oktober 1931 aus Wien
Mein lieber Rudi,Dank für Brief (nach Leipzig) u.Aussiger Programm.
Das gibt's doch gar nicht,daß Ihr das noch besser spielt,als,als ich
es zum letztenmal von Euch hörte.
Dank für Dein --und Euer -- neuerliches Eintreten für meine Musik.Leider
kann ich am 30.nicht in Berlin sein.Es ist weit (auch mit dem Auto,wir
merkten es bei der Leipziger Reise,wohin wir per Auto fuhren).Und per Bahn
ist's teuer.Und außerdem hat sich meine Galle wieder sehr bemerkbar gemacht.
8 Tage deutscher Fraß,die Strapazen u.schließlich Aerger in Wien.
Dies auch der Grund,warum sich unser Plan,übern Winter nach Barcelona
zu gehn,sehr verzögert.(Karlsbader Kur,etc.)
Ueber die Angelegenheit:Ravag,pro arte u.die Absicht,Euch einzuladen
hörtest u.hörst Du weiter durch Reich.Habt Ihr die Absicht in der Saison
einmal in Wien zu sein? Dann würde Euch Ast sofort einladen. So sehr mich pro
artes Wiedergabe interessiert hätte,so froh bin ich,wenn die lyr.Suite durch
Euch --u.nur durch Euch -- bekannt wird.
Unlängst hörte ich das Dresdener Streichquartett in einer A.B.Stunde der
Mirag. die lyr.S.spielen I.II.IV.u.V.Satz.Präzis,aber sonst schauderhaft! Und
gar erst das "Adagio" aus dem Kammerkonzert (mit Klavier) Ich schämte mich vor
dem Weltall!
Fein wäre es,wenn das Kammerkonzert von Dir im März in Berlin zustande käme
(Und das Adagio in Wien!)
Kommst Du in Berlin in die städt.Oper.Ich verspreche mir ungemein viel
von Ebert,den ich (ich möchte sagen als einzigen Opernregisseur) hoch schätze.
Bitte laß gelegentlich (wenn auch nur ganz kurz) immer wieder von Dir
hören.Und schone Dich!
Wo ist Frau Josy.Grüße sie vielmals von uns.Auch Dir alles Liebe von uns!
Dein Berg
7.) Mein lieber Rudi,Du hast mir wieder einen Schippel von Freuden gemacht:
1.daß Du die "lyrische" in Paris spielst
2. " " " " " Londoner BBC spielst.
was zugleich
3. in einem öffentlichenKonzert geschieht.
4.mit der Zusendung der Grammophonplatte.
Die ist wirklich recht gut ausgefallen,wenn man die gewiß primitive
Herstellungsweise in Betracht sieht (* Wie bei all diesen mechan. Repro-
duktionsarten:"Dame ohne Unterleib" -- Schönbergs Bezeichnung für fehlende
Bässe) Hoffentlich bediene ich sie richtig:Du hast nämlich die Gebrauchs-
anweisung zwar angekündigt,aber nicht beigelegt. Ich setze die Nadel so ein,
daß sie möglichst flach (also nicht senkrecht) auf der Platte läuft
(kleine Zeichnung)
6.) Brief vom 24.Oktober 1931 aus Wien
Mein lieber Rudi,Dank für Brief (nach Leipzig) u.Aussiger Programm.
Das gibt's doch gar nicht,daß Ihr das noch besser spielt,als,als ich
es zum letztenmal von Euch hörte.
Dank für Dein --und Euer -- neuerliches Eintreten für meine Musik.Leider
kann ich am 30.nicht in Berlin sein.Es ist weit (auch mit dem Auto,wir
merkten es bei der Leipziger Reise,wohin wir per Auto fuhren).Und per Bahn
ist's teuer.Und außerdem hat sich meine Galle wieder sehr bemerkbar gemacht.
8 Tage deutscher Fraß,die Strapazen u.schließlich Aerger in Wien.
Dies auch der Grund,warum sich unser Plan,übern Winter nach Barcelona
zu gehn,sehr verzögert.(Karlsbader Kur,etc.)
Ueber die Angelegenheit:Ravag,pro arte u.die Absicht,Euch einzuladen
hörtest u.hörst Du weiter durch Reich.Habt Ihr die Absicht in der Saison
einmal in Wien zu sein? Dann würde Euch Ast sofort einladen. So sehr mich pro
artes Wiedergabe interessiert hätte,so froh bin ich,wenn die lyr.Suite durch
Euch --u.nur durch Euch -- bekannt wird.
Unlängst hörte ich das Dresdener Streichquartett in einer A.B.Stunde der
Mirag. die lyr.S.spielen I.II.IV.u.V.Satz.Präzis,aber sonst schauderhaft! Und
gar erst das "Adagio" aus dem Kammerkonzert (mit Klavier) Ich schämte mich vor
dem Weltall!
Fein wäre es,wenn das Kammerkonzert von Dir im März in Berlin zustande käme
(Und das Adagio in Wien!)
Kommst Du in Berlin in die städt.Oper.Ich verspreche mir ungemein viel
von Ebert,den ich (ich möchte sagen als einzigen Opernregisseur) hoch schätze.
Bitte laß gelegentlich (wenn auch nur ganz kurz) immer wieder von Dir
hören.Und schone Dich!
Wo ist Frau Josy.Grüße sie vielmals von uns.Auch Dir alles Liebe von uns!
Dein Berg
7.) Mein lieber Rudi,Du hast mir wieder einen Schippel von Freuden gemacht:
1.daß Du die "lyrische" in Paris spielst
2. " " " " " Londoner BBC spielst.
was zugleich
3. in einem öffentlichenKonzert geschieht.
4.mit der Zusendung der Grammophonplatte.
Die ist wirklich recht gut ausgefallen,wenn man die gewiß primitive
Herstellungsweise in Betracht sieht (* Wie bei all diesen mechan. Repro-
duktionsarten:"Dame ohne Unterleib" -- Schönbergs Bezeichnung für fehlende
Bässe) Hoffentlich bediene ich sie richtig:Du hast nämlich die Gebrauchs-
anweisung zwar angekündigt,aber nicht beigelegt. Ich setze die Nadel so ein,
daß sie möglichst flach (also nicht senkrecht) auf der Platte läuft
(kleine Zeichnung)