Düsseldorf=Kaiserswerth.
den 7. Dezember 1933.
Lieber Mohr, ich verspüre oft „eine schier unbezwing=
liche” - so heißt es in alten Geschichten und Mär=
chen! - Sehnsucht nach Wien: Nach jener Stadt,
die mir meine große Liebe, abgesehen von
Ihnen und von der Neuen Freien Presse, nur
sehr lau erwidert. Zu gern möchte ich, ehe dieses
Lämpchen Leben, das in mir brennt, erlöschen
muß, diese Stadt der Verheißung noch einmal
wiedersehen. Gibt es gar keine Möglichkeit, die=
sen Wunsch in Erfüllung umzusetzen? Besteht die
Urania nicht mehr und läßt Ihr Licht leuchten?
Gab es nicht einmal etwas, das sich „Bukum” oder
ähnlich nannte und Vorträge veranstaltete? Und
hat die Buchhandlung Heller für immer ihre geisti=
gen Augen geschlossen? Wirkt Peter Tal der
Freundliche nicht mehr in jener herrlichen Stadt,
den 7. Dezember 1933.
Lieber Mohr, ich verspüre oft „eine schier unbezwing=
liche” - so heißt es in alten Geschichten und Mär=
chen! - Sehnsucht nach Wien: Nach jener Stadt,
die mir meine große Liebe, abgesehen von
Ihnen und von der Neuen Freien Presse, nur
sehr lau erwidert. Zu gern möchte ich, ehe dieses
Lämpchen Leben, das in mir brennt, erlöschen
muß, diese Stadt der Verheißung noch einmal
wiedersehen. Gibt es gar keine Möglichkeit, die=
sen Wunsch in Erfüllung umzusetzen? Besteht die
Urania nicht mehr und läßt Ihr Licht leuchten?
Gab es nicht einmal etwas, das sich „Bukum” oder
ähnlich nannte und Vorträge veranstaltete? Und
hat die Buchhandlung Heller für immer ihre geisti=
gen Augen geschlossen? Wirkt Peter Tal der
Freundliche nicht mehr in jener herrlichen Stadt,