„DIE FÄHRE” LIT. VERTRIEBSBÜRO
FERNSPRECHER
KAISERSWERTH
NUMMER 53
FEUILLETONDIENST - BÜHNENVERTRIEB
DÜSSELDORF - KAISERSWERTH
TELEGRAMME:
FÄHRE
KAISERSWERTH
BANKVERBINDUNG: STÄDTISCHE SPARKASSE DÜSSELDORF, ZWEIGSTELLE 14, DÜSSELDORF-KAISERSWERTH
BETRIFFT: JOURN.-Nr. ABTEILUNG: TRE/T.
DEN 28. Februar 34. 193
Mein lieber Oskar Maurus Fontana!
Ich war in der vergangenen Zeit in Berlin und deshalb erreichte
mich leider Ihre Penzoldt Kritik hier zu spät. Ich hätte sie sonst
sofort vervielfältigt und an die Presse weitergegeben, denn natürlich
besteht nach wie vor grosses Interesse an Uraufführungen der Werke
reichsdeutscher Autoren in Wien. Wenn Sie also wieder etwas für mich
haben sollten, so schicken Sie es mir bitte zu, ich will dann sogleich
sehen, wo man es unterbringen kann. Auch Kurzgeschichten und vor allem
einen Roman, der sich zum Zeitungsvorabdruck eignet, suche ich. Die
Fähre hat, nachdem ich in den letzten Monaten für eine Zeitungswerbung
sehr tätig war, jetzt gerade wieder den Manuskriptdienst mit allem Nach-
druck aufgenommen und es fehlt nur an Material. Arbeit ist allerdings
genug da, denn ich muss die Vervielfältigungen vorläufig hier noch
selbst ausführen und begrüsse es daher immer, wenn mir meine Autoren
ihre Arbeiten möglichst in mehreren Exemplaren zur Verfügung stellen
können!
In Berlin habe ich auch wegen einer Riemenschneider Aufführung
mit dem Staatstheater gesprochen. Es herrscht dort grosse Anteilnahme
für das Werk und Sie haben ganz recht, wenn Sie Werner Krauss für
die Titelrolle vorsehen. Das wäre natürlich grossartig, wenn man den
gewinnen könnte. In dieser Spielzeit wird es allerdings nichts mehr
werden, denn der Plan ist schon fertiggestellt, aber immerhin würde
es mich sehr freuen, wenn man einen festen Vertrag für die nächste
Spielzeit schliessen könnte.
b.w.
FERNSPRECHER
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NUMMER 53
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DÜSSELDORF - KAISERSWERTH
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BANKVERBINDUNG: STÄDTISCHE SPARKASSE DÜSSELDORF, ZWEIGSTELLE 14, DÜSSELDORF-KAISERSWERTH
BETRIFFT: JOURN.-Nr. ABTEILUNG: TRE/T.
DEN 28. Februar 34. 193
Mein lieber Oskar Maurus Fontana!
Ich war in der vergangenen Zeit in Berlin und deshalb erreichte
mich leider Ihre Penzoldt Kritik hier zu spät. Ich hätte sie sonst
sofort vervielfältigt und an die Presse weitergegeben, denn natürlich
besteht nach wie vor grosses Interesse an Uraufführungen der Werke
reichsdeutscher Autoren in Wien. Wenn Sie also wieder etwas für mich
haben sollten, so schicken Sie es mir bitte zu, ich will dann sogleich
sehen, wo man es unterbringen kann. Auch Kurzgeschichten und vor allem
einen Roman, der sich zum Zeitungsvorabdruck eignet, suche ich. Die
Fähre hat, nachdem ich in den letzten Monaten für eine Zeitungswerbung
sehr tätig war, jetzt gerade wieder den Manuskriptdienst mit allem Nach-
druck aufgenommen und es fehlt nur an Material. Arbeit ist allerdings
genug da, denn ich muss die Vervielfältigungen vorläufig hier noch
selbst ausführen und begrüsse es daher immer, wenn mir meine Autoren
ihre Arbeiten möglichst in mehreren Exemplaren zur Verfügung stellen
können!
In Berlin habe ich auch wegen einer Riemenschneider Aufführung
mit dem Staatstheater gesprochen. Es herrscht dort grosse Anteilnahme
für das Werk und Sie haben ganz recht, wenn Sie Werner Krauss für
die Titelrolle vorsehen. Das wäre natürlich grossartig, wenn man den
gewinnen könnte. In dieser Spielzeit wird es allerdings nichts mehr
werden, denn der Plan ist schon fertiggestellt, aber immerhin würde
es mich sehr freuen, wenn man einen festen Vertrag für die nächste
Spielzeit schliessen könnte.
b.w.