Eulenberg, Herbert: Brief an Oskar Maurus Fontana. Düsseldorf, 28.2.1934
Wie gesagt, das Interesse in Berlin ist für das Werk sehr stark!
Und ich will, um zwei Eisen im Feuer zu haben, versuchen auch die
Volksbühne zu gewinnen. An das Wiener Volkstheater schreibe ich heu-
te noch und bitte um Rücksendung des Manuskriptes, da ja dort nichts
aus einer Aufführung zu werden scheint.
Also, mein lieber Mohr, denken Sie an mich, bei der Verteilung Ihrer
Arbeiten. Wie schade, dass man sich so selten sieht!
In alter Zugehörigkeit bin ich, Ihr getreuer
[handschriftlich:]
N.B. Der gute alte, aber nichts vermögende Glücks=
mann hat mir den Riemenschneider schon weinend
zurückgeschickt. Auch Basel schweigt noch. Und Graz?
Ach, Mohr! Die Zeiten sind schwer. Aber Anselm
der Jüngling ist Assessor geworden. Und das
ist immerhin ein Trost für uns und ein
Hoffnungsstrahl. Im nächsten Winter kommen
wir für acht Wochen nach Wien. Darauf freut
sich unbändig Ihr Sie und die Mohrin umar=
mender Herbert Eulenberg.