Bettelheim, Helene: Brief an Marie von Ebner-Eschenbach. Wien, 11.9.1915
ihrer bedeutenden Persönlichkeit, bleibt unbeachtet. - Mit
ihrem Aufsatz über die Droste hat sie sich wohl selbst ein
Denkmal gesetzt, - aber wie viele kennen dieses kleine
Meisterwerk? -
Diesen Zeilen füge ich noch die Bitte bei, daß Sie
sich, verehrteste Frau Baronin, nicht mit einer Antwort
bemühen mögen. Das Bewusstsein, daß Sie unser Aller
in alter, gütiger Gesinnung gedenken, thut uns auf-
richtig wohl, u. es drängte mich, dieß dankbar auszu-
sprechen; - aber das soll für Sie gewiß keine neue
Schreiblast bedeuten.
Mit den besten Empfehlungen von meinem
Mann u. mir, in alter, treuer Verehrung
Helene Bettelheim-Gabillon