Bettelheim, Helene: Brief an Maia von Kralik. Wien, 7.9.1930
geblieben - u. das ich dankbar anerkenne. --
Grüße Deinen lieben Mann wärmstens von mir u. sage ihm,
daß der Dank dafür, daß er meinem Toni, im Leben, beson=
ders in der reichsten, u. schönsten Zeit, in der Jugend,
so unendlich viel gewesen ist, - unauslöschlich in meinem
Herzen weiter lebt.
Ich hatte mir vorgenommen, liebe Maia, diese Briefe
selber zurück zu bringen, aber ich bin nicht nur so schwach
u. elend, daß ich mich nicht aus meinem Zimmer
wage, sondern ich möchte, - wenn ich im Stande sein werde,
mich zu einem Besuch bei Euch aufzuraffen, - dieß
gefaßteren Gemütes tun, als ich es in dem Moment
wäre, in dem ich dieses Stück Lebensgeschichte, wieder
in Eure Hände lege.
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