12/XII 34
Sehr verehrter lieber Herr Krenek:
Das ist nun schön! Mit Freuden
empfing ich in Geleit Ihres lieben
Briefes die reiche und sichtlich sehr
inhaltgewichtige gedruckte Substanz -
da habe ich wiedermal für ein zwei Wochen
mindestens ausgesorgt qua geistiger
Förderung, Anregung, und, nicht zuletzt,
auch nützlichem Beispiel wie man
solcherlei Betrachtungen und Gedanken=
gänge in Worte fassen kann und
soll!
Meine ersten Tage hier sind wieder
so vollgepfropft, ja „gehetzt”, wie man
es in Berlin selbst in einem so
absonderlichen Fall, wie dem meinen,
profundester Stellunglosigkeit, doch
nur zu leicht wird; - und Geplantes,
was schon in Umrissen sich zeigte, ver
nebelt wieder bei schärferer Durch-
leuchtung.
Mit angefragtem Ehepaar habe ich
mich offen gestanden vorzüglich
unterhalten; sie hat offenbar viel
los in jeder Hinsicht und ist mit
Sehr verehrter lieber Herr Krenek:
Das ist nun schön! Mit Freuden
empfing ich in Geleit Ihres lieben
Briefes die reiche und sichtlich sehr
inhaltgewichtige gedruckte Substanz -
da habe ich wiedermal für ein zwei Wochen
mindestens ausgesorgt qua geistiger
Förderung, Anregung, und, nicht zuletzt,
auch nützlichem Beispiel wie man
solcherlei Betrachtungen und Gedanken=
gänge in Worte fassen kann und
soll!
Meine ersten Tage hier sind wieder
so vollgepfropft, ja „gehetzt”, wie man
es in Berlin selbst in einem so
absonderlichen Fall, wie dem meinen,
profundester Stellunglosigkeit, doch
nur zu leicht wird; - und Geplantes,
was schon in Umrissen sich zeigte, ver
nebelt wieder bei schärferer Durch-
leuchtung.
Mit angefragtem Ehepaar habe ich
mich offen gestanden vorzüglich
unterhalten; sie hat offenbar viel
los in jeder Hinsicht und ist mit