Franzos, Ottilie: Brief an Julius Pée. Wien, 29.11.1921
Wenn ich Sie, trotzdem nur ich bereits
tief in Ihrer Schuld bin, vielleicht einmal
- vorläufig fehlt es mir nicht an Auf=
trägen - bitten werde, mir für meiner
Hände Arbeit in Gent Absatz zu verschaf-
fen, so kommt diese Kühnheit von Ihrer
Güte. Auch fur die Marken vielen Dank,
mein Herzallerliebster hat sicherlich
einen grossen Teil davon nicht. Für
Ihre Dame suche ich demnächst zu-
sammen, nur ahne ich bereits nicht, was
ich schon geschickt habe.
Verehrter Herr Professor, vorgestern
sind von hier 2 Pakete Bücher
abgegangen und der „Pojaz“ unter +band
Was Sie davon nicht selbst behalten
wollen, verschenken Sie eben –
ich bin für jede Verbreitung dank-
bar.
Der „Pojaz“ hat meinen Mann
schon in den 70gerjahren beschäf-
tigt. Er hat, ich glaube schon 78
oder 79 in Wien, wo wir damals
lebten, eine Vorlesung daraus
gehalten. Es ist sehr bezeichnend
für die Lebenswahrheit der