Frauendorfer, Heinrich von: Brief an Robert Franz Arnold. München, 18.2.1916
scheinen wird, durch ihren Doppelcharakter als Sprechsaal und als
Archiv für die wichtigsten europäischen Staats- und Wirtschafts-
fragen jedem, der beruflich oder aus allgemeinem politischem In-
teresse heraus sich mit den Fragen der äusseren wie der Wirtschafts-
politik beschäftigt, das nötige Material an Tatsachen wie an Anre-
gungen liefert und darüber hinaus wenigstens den Weg weist, wo er
sie finden kann, wenn er tiefer in die Eizelheiten gehen will.
Wir fügen einige redaktionelle Gesichtspunkte hinzu: Unser
Blatt soll nicht nur aus einer Anzahl, wenn auch noch so anregen-
der, inhaltsreicher oder geistreicher Aufsätze bestehen - das soll
es selbstverständlich auch - sondern es soll vor allen Dingen wirk-
lich redigiert sein, um die oben ausgeführten Zwecke zu erreichen.
Dass für jeden, der sich mit der äusseren Politik und der Wirt-
schaftspolitik beschäftigt, ein solches Blatt ein Bedürfnis ist,
dürfte trotz der vielen Erscheinungen auf diesem Gebiete klar sein.
Wir bitten daher von vorneherein unsere Mitarbeiter, auf diese un-
sere Aufgabe einer systematischen Redaktion Rücksicht zu nehmen und
uns nicht zu verübeln, wenn wir aus Rücksicht darauf gelegentlich ei-
nen uns angebotenen Beitrag entweder zurückstellen oder gar für die
nächste Zeit ablehnen müssten. Am besten wird es immer sein, uns