genügende Subvention giebt. Diese Stellen sind schwer
zu bekommen, aber die Dr. Schw. hat ja die nötigen Ver-
bindungen. Es bleibt uns ja gar keine andere Wahl:
in der Wohnung allein kann Mama mit ihren 82 Jahren
nicht länger bleiben, eine Person für sie zu nehmen, ist
erstens zu teuer, zweitens auf die Dauer unmöglich, weil
es Niemand aushält, und ein ständiger Aufenthalt im
Sanatorium unerschwinglich. Serena Lederer hat im Herbst
drauf bestanden, dass Mama bei Schulhoff bleibt u.
hat (was ich erst sehr spät erfahren habe) 300 Sh. monatlich
zugegeben. Das ist mir natürlich sehr unangenehm
u. ich werde es ihr zurückerstatten. Da kein Geld
mehr da ist, habe ich Auftrag gegeben, eine Hypo-
thek auf das Haus aufzunehmen, von der Mama's
Erhaltungskosten bestritten werden. Der Bau unseres
Häusels wird nur von Hypotheken, Wohlfahrtsdarlehen
u. gepumptem Geld bezahlt. Trotzdem wird es eine grosse
Erleichterung für uns sein, abgesehen von der Freude,
im Grünen zu wohnen. Der Garten muss jetzt angelegt
werden. Das Haus ist unter Dach, nun ist das Innere
zu machen. Vor Anf. Febr. wird es nicht fertig sein.
Inzwischen müssen wir sehen, hier zu räumen.
Wir können ja unmöglich Alles mitnehmen. -
Über Deinen Brief, liebes Elisel - aus
dem Schlafwagen - haben wir uns riesig gefreut.
Herrlich, dass Ihr diese Reise bei guter Gesund-
heit geniessen konntet. Hoffentlich bleibt Ihr nun
den Winter über so. Im November hoffe ich bestimmt, für
[seitlich:] ein paar Tage nach Wien zu kommen. Indessen seid herzlich gegrüsst
Eurer Alice
Franz arbeitet fleissig, Coué hilft ihm sehr.
zu bekommen, aber die Dr. Schw. hat ja die nötigen Ver-
bindungen. Es bleibt uns ja gar keine andere Wahl:
in der Wohnung allein kann Mama mit ihren 82 Jahren
nicht länger bleiben, eine Person für sie zu nehmen, ist
erstens zu teuer, zweitens auf die Dauer unmöglich, weil
es Niemand aushält, und ein ständiger Aufenthalt im
Sanatorium unerschwinglich. Serena Lederer hat im Herbst
drauf bestanden, dass Mama bei Schulhoff bleibt u.
hat (was ich erst sehr spät erfahren habe) 300 Sh. monatlich
zugegeben. Das ist mir natürlich sehr unangenehm
u. ich werde es ihr zurückerstatten. Da kein Geld
mehr da ist, habe ich Auftrag gegeben, eine Hypo-
thek auf das Haus aufzunehmen, von der Mama's
Erhaltungskosten bestritten werden. Der Bau unseres
Häusels wird nur von Hypotheken, Wohlfahrtsdarlehen
u. gepumptem Geld bezahlt. Trotzdem wird es eine grosse
Erleichterung für uns sein, abgesehen von der Freude,
im Grünen zu wohnen. Der Garten muss jetzt angelegt
werden. Das Haus ist unter Dach, nun ist das Innere
zu machen. Vor Anf. Febr. wird es nicht fertig sein.
Inzwischen müssen wir sehen, hier zu räumen.
Wir können ja unmöglich Alles mitnehmen. -
Über Deinen Brief, liebes Elisel - aus
dem Schlafwagen - haben wir uns riesig gefreut.
Herrlich, dass Ihr diese Reise bei guter Gesund-
heit geniessen konntet. Hoffentlich bleibt Ihr nun
den Winter über so. Im November hoffe ich bestimmt, für
[seitlich:] ein paar Tage nach Wien zu kommen. Indessen seid herzlich gegrüsst
Eurer Alice
Franz arbeitet fleissig, Coué hilft ihm sehr.