auch prachtvoll u. humoristisch. Der studentische
Chor sang mehrere Chöre, der Madrigalchor unter
seinem berühmten Dirigenten Prof. Thiel (eigens aus
Regensburg hergekommen) Lula Mysz-Gmeiner sang
ergreifend „Du holde Kunst” von Schubert, der Dekan
Prof. v. Mises sprach sehr warm (hatte schon geschrieben)
der Direktor des Zwickauer Schumann-Museum, das
Max seine Gründung verdankt, war auch zugereist
u. hielt eine unverfälscht sächsische Ansprache. Max
dankte u. erwiderte Allen mit erstaunlicher Geistes-
gegenwart. Das Schlimme war nur die beängstigende
Fülle, denn ein Siedlungshaus ist eben nicht für
Volksversammlungen gebaut u. die ungefähr 180
Menschen (eher mehr) mussten sich zeitweise anstellen.
Dabei war der Studentenchor im Garten. Ein Vetter gab
uns den Rat, zum 90. Geburtstag den Plenarsaal des Reichstags
zu mieten. Von den Geschenken könnten wir ein kleines
Weinrestaurant errichten. Und Blumen! Leider allzu vergäng-
lich, nur wenig zum Einpflanzen. - Am Nachmittag des Geburts-
tages hatten wir beinah die grösste Freude: ein entzückendes
Festspiel „Die beiden Veilchen” von Prof. Mersmann gedichtet
u. von den Nachbarskindern aufgeführt. Goethe, Mozart u.
Reichardt und ein „Aufsichtsengel” (es spielt im Himmel)
sind die Hauptpersonen. Vielleicht könnte ich es Euch ge-
legentlich zu lesen schicken. Die Kinder haben es entzückend
gemacht. -
Chor sang mehrere Chöre, der Madrigalchor unter
seinem berühmten Dirigenten Prof. Thiel (eigens aus
Regensburg hergekommen) Lula Mysz-Gmeiner sang
ergreifend „Du holde Kunst” von Schubert, der Dekan
Prof. v. Mises sprach sehr warm (hatte schon geschrieben)
der Direktor des Zwickauer Schumann-Museum, das
Max seine Gründung verdankt, war auch zugereist
u. hielt eine unverfälscht sächsische Ansprache. Max
dankte u. erwiderte Allen mit erstaunlicher Geistes-
gegenwart. Das Schlimme war nur die beängstigende
Fülle, denn ein Siedlungshaus ist eben nicht für
Volksversammlungen gebaut u. die ungefähr 180
Menschen (eher mehr) mussten sich zeitweise anstellen.
Dabei war der Studentenchor im Garten. Ein Vetter gab
uns den Rat, zum 90. Geburtstag den Plenarsaal des Reichstags
zu mieten. Von den Geschenken könnten wir ein kleines
Weinrestaurant errichten. Und Blumen! Leider allzu vergäng-
lich, nur wenig zum Einpflanzen. - Am Nachmittag des Geburts-
tages hatten wir beinah die grösste Freude: ein entzückendes
Festspiel „Die beiden Veilchen” von Prof. Mersmann gedichtet
u. von den Nachbarskindern aufgeführt. Goethe, Mozart u.
Reichardt und ein „Aufsichtsengel” (es spielt im Himmel)
sind die Hauptpersonen. Vielleicht könnte ich es Euch ge-
legentlich zu lesen schicken. Die Kinder haben es entzückend
gemacht. -