Friedjung, Heinrich: Brief an Rudolf Hawel. Wien, 6.8.1917
von zwei anderen Schriftstellern zur günstigen Er-
ledigung empfohlen werden, und er war einverstan-
den, dass Anton Bettelheim und ich uns Deiner Ein-
gabe anschliessen.
Bettelheim, auf dessen Rat hin ich direkt zu
Rittner gegangen bin, ist bereit, seine Unter-
schrift unter das von mir zu entwerfende Schreiben
zu setzen. Aus freien Stücken fügte er hinzu, er
werde auch bei der Schiller-Stiftung für Dich ein-
treten, und ich habe den Eindruck, dass sein Antrag
der Annahme entgegengeht.
Ich bitte Dich also, die Eingabe an das Un-
terrichtsministerium abzufassen und sie mir zu sen-
den. Denn nur nach Einsicht in das Schriftstück kann
ich für die Empfehlung die geeignete Form finden .
Solltest Du mit mir über die Sache sprechen wollen,
so findest Du mich wohl täglich in den ersten Früh-
stunden in meiner Wohnung IX. Harmoniegasse 4 zuhause. Ich
gedenke übrigens am nächsten Freitag in den Kasgra-
ben zu kommen, wo sich an einem Seitentisch über
die Sache sprechen lässt.
Die Ehrengabe des Ministeriums würde allerdings,
wie Dr. Rittner feststellt, nur 4-500 Kronen jähr-