Doch fürchte ich, dass meine Hoffnung nicht erfüllt wird; sie passt
mehr für die Berliner jungen Herren aus WW, als für mich.
Meinen Kindern geht es gut. Martha hatte ein paar Tage
Ferien und hat mit Anfang des neuen Jahres ihre Tätigkeit wieder
aufgenommen, in noch grösserem Umfange als im vorigen Jahr; ich
enthalte mich hier jedes Einspruchs, da diese Tätigkeit, obwohl sie
keine sonderliche Freude daran hat, ihr nun einmal als Pflicht er-
scheint. Emmi übt weiter ihren angestrengten Beruf aus und ist
darin sehr zufrieden. Sie findet bei ihren Patienten die grösste An-
erkennung, die sich Weihnachten und Neujahr geradezu rührend geäussert
hat. Edith ist glü kselig in ihrem Beruf, war während der Weihnachts-
ferien in Düsseldorf und Brüssel und ist ganz berauscht davon zurück-
gekehrt. Dora ist nur Gattin und Mutter; ihr Kind ist sehr niedlich,
wenn auch nicht ein solcher Unband von Schönheit und Geist, wie die
Mutter die Welt glauben machen möchte. Ilse erholt sich langsam;
sie ist bisher noch nicht ausgegangen, wird aber von den Aerzten
wohl heut als gesund entlassen werden. Wann sie ihre Tätigkeit
wieder aufnimmt, und ob sie sie in demselben Umfange wie früher
aufnehmen kann, steht dahin. Arthur ist einstweilen bis zum 15. Fe-
bruar befreit und in der Chemischen Reichsanstalt, in der sogenannten
Blechzentrale tätig. Sie führen vollkommen: Wirtschaft in der neuen
Wohnung. Die kleine Gerti sehe ich häufig, freilich nicht so oft,
wie ich möchte. Ich habe vergessen zu bemerken, dass Dora seit dem
23. den Besu h einer Schwägerin, Frau Schloss aus Stuttgart hat,
einer sehr hübschen und anmutigen Frau; morgen kommt auf wenige
Tage ein Bruder von Fritz, ein sehr gescheiter Rechtsanwalt, auf 2
Tage her. Fritz hat übrigens für seine sehr erfolgreiche Tätigkeit
mehr für die Berliner jungen Herren aus WW, als für mich.
Meinen Kindern geht es gut. Martha hatte ein paar Tage
Ferien und hat mit Anfang des neuen Jahres ihre Tätigkeit wieder
aufgenommen, in noch grösserem Umfange als im vorigen Jahr; ich
enthalte mich hier jedes Einspruchs, da diese Tätigkeit, obwohl sie
keine sonderliche Freude daran hat, ihr nun einmal als Pflicht er-
scheint. Emmi übt weiter ihren angestrengten Beruf aus und ist
darin sehr zufrieden. Sie findet bei ihren Patienten die grösste An-
erkennung, die sich Weihnachten und Neujahr geradezu rührend geäussert
hat. Edith ist glü kselig in ihrem Beruf, war während der Weihnachts-
ferien in Düsseldorf und Brüssel und ist ganz berauscht davon zurück-
gekehrt. Dora ist nur Gattin und Mutter; ihr Kind ist sehr niedlich,
wenn auch nicht ein solcher Unband von Schönheit und Geist, wie die
Mutter die Welt glauben machen möchte. Ilse erholt sich langsam;
sie ist bisher noch nicht ausgegangen, wird aber von den Aerzten
wohl heut als gesund entlassen werden. Wann sie ihre Tätigkeit
wieder aufnimmt, und ob sie sie in demselben Umfange wie früher
aufnehmen kann, steht dahin. Arthur ist einstweilen bis zum 15. Fe-
bruar befreit und in der Chemischen Reichsanstalt, in der sogenannten
Blechzentrale tätig. Sie führen vollkommen: Wirtschaft in der neuen
Wohnung. Die kleine Gerti sehe ich häufig, freilich nicht so oft,
wie ich möchte. Ich habe vergessen zu bemerken, dass Dora seit dem
23. den Besu h einer Schwägerin, Frau Schloss aus Stuttgart hat,
einer sehr hübschen und anmutigen Frau; morgen kommt auf wenige
Tage ein Bruder von Fritz, ein sehr gescheiter Rechtsanwalt, auf 2
Tage her. Fritz hat übrigens für seine sehr erfolgreiche Tätigkeit