Hauler, Edmund: Brief an Moritz Necker. Susak, 16.12.1914
ich mit der Herausgabe einer solchen Schil-
derung Aussicht auf Erfolg habe. Sie, hoch-
verehrter Herr Doktor, scheinen auch dieser
Meinung zu sein, insolange ich nicht mehr
Journalistisches annehme und im Tone des
Autobiographen verharre. Ich würde mich
bemühen, durch Einflechtung packenderer
Vorfälle das Interesse rege zu erhalten u.
mich so dem Journalistischen mehr zu
nähern. Ich fasse wenigstens Ihre freund-
lichen Worte in diesem Sinn auf. Nun
glaube ich, dürfte es kaum dazu kommen, da
mir wenigstens momentan die Lust ver-
gangen ist.
Ihr zweites liebes Schreiben
gibt mir auch die höchst betrübende Kunde von
dem schweren Verluste, den Sie und Ihre werten