Jetzt peinigt mich nur eine Angst: daß
ein Brief von Ihnen kommt, bevor diese
Beichte in Ihren Händen ist. Der Gedanke
ist mir unerträglich, daß Sie ahnungslos
so liebe, gütige innige Worte an mich ver=
schwenden, die Sie dann vielleicht bereu=
en, wenn Sie erfahren, wie garstig
sich Tom gegen Sie vergangen hat. Ich
müßte mir vorkommen, wie ein Heuch=
ler, der einen reichen Schatz von einem
ahnungslosen Freund annimmt, den er
unmittelbar vorher verraten. Ich
kann nichts wollen, was ich nicht ver=
diene, u. wenn mich etwas Verdien=
tes hart getroffen, habe ich mir immer
mit grimmiger Objektivität u. Selbst=
erkenntnis zugeraunt: „Geschieht dir
vollkommen recht!“
Mich u. alle hat es mit Freude er=
füllt, daß der Kaiser auch Triest be=
sucht u. damit dem Wunsch Sr.E. so be=
reitwillig entsprochen hat. Wenn
nur das Wetter nicht gar so abscheu=
lich gewesen wäre!
In warmer Freundschaft u. unbe=
grenzter Verehrung Ihr
A.Haus
ein Brief von Ihnen kommt, bevor diese
Beichte in Ihren Händen ist. Der Gedanke
ist mir unerträglich, daß Sie ahnungslos
so liebe, gütige innige Worte an mich ver=
schwenden, die Sie dann vielleicht bereu=
en, wenn Sie erfahren, wie garstig
sich Tom gegen Sie vergangen hat. Ich
müßte mir vorkommen, wie ein Heuch=
ler, der einen reichen Schatz von einem
ahnungslosen Freund annimmt, den er
unmittelbar vorher verraten. Ich
kann nichts wollen, was ich nicht ver=
diene, u. wenn mich etwas Verdien=
tes hart getroffen, habe ich mir immer
mit grimmiger Objektivität u. Selbst=
erkenntnis zugeraunt: „Geschieht dir
vollkommen recht!“
Mich u. alle hat es mit Freude er=
füllt, daß der Kaiser auch Triest be=
sucht u. damit dem Wunsch Sr.E. so be=
reitwillig entsprochen hat. Wenn
nur das Wetter nicht gar so abscheu=
lich gewesen wäre!
In warmer Freundschaft u. unbe=
grenzter Verehrung Ihr
A.Haus