Innerkofler, Adolf: Brief an Richard von Kralik. Wien, 2.2.1931
nach Maßgabe der Kräfte zu helfen war unser
Bestreben. -
Trotz Lux: ca. 850 Mitglieder hatten
wir. Er soll hierin die Beleidung zurücknehmen.
2.) Hat er uns beleidigt mit der Behauptung,
wir hätten den Verband eigentlich verachtet ge=
macht u.s.w.
Gewiß gibt es uns mißgünstige Urteile. Ob
die aber recht hatten, wäre erst zu beweisen.
Im Einzelnen dies durchzugehen, fehlen hier
Raum und Zeit.
Wir verlangen nach wie vor ein un=
parteiisches Schiedsgericht. Warum weicht Lux
dem aus? - Sollen wir uns für sechs=
jährige Arbeit noch verschimpfen lassen!? -
3.) Nach wie vor protestiere ich dagegen, daß
Lux sich jetzt schon diktatorisch als wirklichen
„Präsidenten” aufspielt. Nach den Statuten
hat nur die Generalversammlung dazu das Recht,
nicht der Ausschuß. Ich habe ja selbst Lux dem Aus=
schuß vorgeschlagen, ja; doch nur als provisorisch
bis zur Regelung durch die Generalversammlung.
Strikte verlangen wir diese. Ich im Besonderen,
da vor den Behörden immer noch ich der Verant=
wortliche bin bis zur Generalversammlung. Da
hilft mir auch vereinspolizeilich mein Rücktritt