Kienzl, Hermann: Brief an Wilhelm Kienzl. Wilmersdorf bei Berlin, 21.7.1915
es eine große Summe wäre, auch
diese - würden Mama zu=
fließen. So aber, mit meinen
durch den Krieg kaum auf
die Hälfte herabgesetzten
Einnahmen, die für Wohnung
u. bescheidene Menage nicht
ausreichen würden, wenn
nicht meine Kinder den ganzen
Lohn ihrer Arbeit zur Wirt=
schaft beisteuerten -, so
konnte ich in der letzten
Zeit nur unregelmäßig
Geldbeträge an Mama schicken.
Zur Reise sandte ich heute
50 Kronen an sie ab. Ich hoffe,
daß sie meinen inständigen
Bitten Gehör schenken u. mit
Deiner Hilfe in der zweiten
- (nicht in der dritten) Wagenklasse
zu mir reisen wird. Sie hier