Kienzl, Wilhelm: Brief an Lili Kienzl. Graz, 25.4.1919
dergedrückt, so besonders Dr Panholzer,
Dr Allsani, Dr Fleischhacker, seine Frau,
Frau Rosegger (deren beide Schwiegersöhne
Laurin, Marineure, stellenlos sind u. die mir
Bilder u. Manuskripte Rosegger's gab), Kol-
lege Holzer, Dr Alfred Planner, Kathi u. [A].
Sonst war ich noch bei Frl. Rauscher (die auffallend
dick geworden ist) u. Mutter. Ich machte mit
ihr meine neuen Lieder durch. Dann bei
Emma u Kurt, wo ich speiste (ich brachte ihnen
etwas mit dazu). Kurt hat ein Gedicht auf meine
100. ‚Evglm.‘= Auffhrg gemacht. Dann bei der alten Frau
v. Reininghaus (aus Pietät für Mama, gegen die sie so gütig
war), bei Stürck, bei Hansa (auf einen Sprung),
bei Kalin (einmal nur; wo ich zum Abendessen blieb
u meine neuen Sachen vorspielte. Über Dich wurde nicht
gesprochen), bei Brandstetter (der mir eine Statuette
Roseggers u eine Büste aus Rosegger's letzter Zeit
u eine polychrome Holz-Pietà für Roseggers „Heldenkapelle“
in seinem Atelier zeigte, die ergreifenden Ausdruck
hat), bei Planner, bei Frl Geyer u. Frau Oberndor-
fer (auf Deinen Wunsch!), 3 mal bei Frl. v. Griendl
die eine Riesenfreude hatte u. überaus herzlich war
mir einmal Tee servierte, Gugelhupf u. 3 Eier
auf die Reise mitgab [Kathi gab mir ein Packerl
für Marie mit] bei Direktor Vock (bei welcher
Gelegenheit ich unsere frühere Wohnung ansah,
die recht geschmacklos eingerichtet ist), bei Eisl,
bei Augustin's auf dem Rosenberg, bei