Kienzl, Wilhelm: Brief an Helene Kienzl. Graz, 24.3.1917
allen mein Ernst, mein unge-
wohntes Stillsein auf. Jedes
Wort bleibt mir in der Kehle
stecken. - - - -
Doch genug von mir!
Als ich gestern im schneeigen
Abenddüster zu Frau Hansa woll-
te, um sie, die sich - wie ich
erfuhr - über ein ihr zugekom-
menes Gerücht, dass Marx mit
einem jungen Mädchen in Wien
sich vergnüge, sehr kränkt,
zu besuchen u. von schönen ver-
gangenen Tagen zu plaudern,
begegnete mir zu meiner Freude
- Rud. Hans Bartsch, der auf
ein paar Tage hier weilt. Wir
spazierten zusammen
in anregenden Gesprächen,
er erzählte mir von seinem neu-