Wien 31. Dezember 1916
Lieber Freund R-r,
ich schreibe Ihnen nachhause,
da ich nicht sicher bin, daß Ihre letzte Kriegs-
adresse noch gilt. Vorletzten Sonntag, zwei
Tage nachdem meine Frau mit ihrem Zehnmo-
nat-Buben heimgekehrt war, ging ich nach-
mittags aufs Gerathewohl zu Ihnen, fand
aber natürlich das Nest leer. Gestern kam
nun Ihre Karte. Na wenn das neue Jahr
so ausschaut, ich danke! Das setzt ja einem
gleich das Bajonett an die Brust. Nachher
kommt man allerdings darauf, daß man
einen tapferen Vertheidiger des Stefans-
turms vor sich hat, und der erste Schrecken
wandelt sich in Begeisterung.
Erschrecken Sie nicht über den Geist
Lieber Freund R-r,
ich schreibe Ihnen nachhause,
da ich nicht sicher bin, daß Ihre letzte Kriegs-
adresse noch gilt. Vorletzten Sonntag, zwei
Tage nachdem meine Frau mit ihrem Zehnmo-
nat-Buben heimgekehrt war, ging ich nach-
mittags aufs Gerathewohl zu Ihnen, fand
aber natürlich das Nest leer. Gestern kam
nun Ihre Karte. Na wenn das neue Jahr
so ausschaut, ich danke! Das setzt ja einem
gleich das Bajonett an die Brust. Nachher
kommt man allerdings darauf, daß man
einen tapferen Vertheidiger des Stefans-
turms vor sich hat, und der erste Schrecken
wandelt sich in Begeisterung.
Erschrecken Sie nicht über den Geist