Kapralik, Eduard: Brief an Arthur Roessler. Wien, 31.12.1916
dieser Ausführungen. Ich besitze noch
gerade soviel an geistigen und Leibes-
kräften, um zur Not das zu leisten
was der Tag von mir fordert, und die
Reihe der anspruchsvollen Tage ist lang
geworden, auch noch gar nicht zu Ende.
Meiner Frau geht es leidlich, sie wird
lange zur Erholung brauchen. Der Klei-
ne ist gut entwickelt, lang, mit Appetitt
und guter Lunge begabt. Es gibt Tages-
und sogar auch Nachtstunden, in denen es
still ist. Von sonstigen Gaben ist bisher
noch nichts Bestimmtes feststellbar. Seiner
Zugehörigkeit zu mir werde ich mir erst
voll bewußt werden können, wenn er
über das Animalische entwickelt ist. Die-