Liebenwein, Maximilian: Brief an Richard von Schaukal. Wien, 11.3.1915
über Meister Müllers raffinierte Schäbigkeit
gelacht. Hätte er, wie ich es angeordnet
hatte, unmittelbar auf mein Konto
bei Littauer eingezahlt, so hätte er
sich selber 80 Pf. Porto und mir mehr
als 8 K. und 90 Heller Porto erspart und
die Sache auch rascher und angenehmer
erledigt. Der Kerl ist aber ein Tropf
und sicher in seiner Art ein
Original. Die Grobheiten, die ich ihm
in meinem letzten Briefe sagte, hat
er dankend eingesteckt. Die Pflicht
exemplare hat er natürlich nicht
geschickt. Ich werde ihn natürlich
nicht mahnen.
4.) Dass Du an dem Aufsatz
meines Schwagers Gefallen
gefunden hast, freut mich. Auf einen
Anfänger, der erst spät, nach
langer Lebensirrfahrt zu schreiben