Lucka, Emil: Brief an Franz Servaes. Jochberg, 4.9.1925
Spätherbst mein Roman „Am Sternbrunnen“
erscheint. Es ist mein eigenstes und persönlichstes
Buch und in gewissem Sinn die Fortsetzung von
„Urgut“, weil es den Versuch macht, einen mythischen
Menschen in unserer Zeit zu gestalten. Wie weit
mir dies gelungen sein mag, das weiß ich freilich
nicht.
Lieber Freund, komme einmal nach
Wien und Weidlingau, vergiss auch Deine Frau
nicht zuhause und grüße sie, noch immer unbe=
kannter Weise, aber nicht minder herzlich von
mir! Und sei selber innig gegrüßt von
Deinem alten Gesellen
Emil Lucka