Lux, Joseph August: Brief an Max von Millenkovich-Morold. Großgmain, 3.3.1918
Erwägungen gewiss nur günstig sein. Denn bei allem
Respekt, der alte Halbe ist wirklich „Zeit vorbei!”
Nun darf ich ja gewiss, verehrtester Herr Hofrat,
auf Grund unserer neulichen Besprechung, die den
Termin des Fensters auf die erste Hälfte Mai festlegte,
vollkommen beruhigt sein; wenns früher sein
kann, ist es mir umso lieber. Ansonsten soll lieber
der alte Halbe warten; der hat das Seine ohnehin
längst erreicht; die Gegenwart und Zukunft steht bei uns
Jüngern! Kurz ich baue auf Sie, verehrter Herr
Hofrat, der Sie mit uns sind! Ich glaube, dass
ich in einigen Wochen nach Wien kommen darf,
um bei den Inszenierungsarbeiten in der Nähe
zu sein und freue mich darauf mit der sehnlichen
Ungeduld eines, der endlich der Welt will sagen
können, was er zu sagen hat.
Mit aller Verehrung und schönsten Grüssen
Ihr dankbar und treu ergebener
Joseph Aug. Lux.