Wien 13. 12. 1922.
Lieber Doktor!
Heute ist in der „Reichspost” Ihr schöner Bericht
über meinen dramatischen Leseabend erschienen,
der dem Besprecher nicht minder als dem Bespro=
chenen zur Ehre gereicht. Jedes Wort hat hier seine
Bedeutung, seinen aus tiefem Erfassen geborenen
Sinn, keines ist unnütz oder nur um den Raum
zu füllen da, und die Form, in der dies alles ge=
sagt wird – ist eben selbst wieder jene eines Dich=
ters! Es gewährt mir erhebende Freude, an=
nehmen zu dürfen, daß der Widerhall, den zwei
aus ringender Herzenssehnsucht in Schmerzen ent=
Lieber Doktor!
Heute ist in der „Reichspost” Ihr schöner Bericht
über meinen dramatischen Leseabend erschienen,
der dem Besprecher nicht minder als dem Bespro=
chenen zur Ehre gereicht. Jedes Wort hat hier seine
Bedeutung, seinen aus tiefem Erfassen geborenen
Sinn, keines ist unnütz oder nur um den Raum
zu füllen da, und die Form, in der dies alles ge=
sagt wird – ist eben selbst wieder jene eines Dich=
ters! Es gewährt mir erhebende Freude, an=
nehmen zu dürfen, daß der Widerhall, den zwei
aus ringender Herzenssehnsucht in Schmerzen ent=