Mandyczewski, Eusebius: Brief an Wilhelm Kienzl. Wien, 4.9.1927
Sie aber, allen Ernstes, herzlichsten Dank für Ihre
lieben innigen Worte, für Ihre schöne, gute Meinung,
für Ihre freundschaftlichen Wünsche. Und die Wünsche
Ihrer verehrten lieben Frau Gemalin, mir, wie Sie
sagen „zu Füßen gelegt“, kann ich ja da nicht liegen
lassen, denn sie drängen nach Goethes letztem Faust-
wort „hinan“ nämlich hinauf, in unserm Fall - ich
habs gemessen - 1m 23cm hinauf, wo sie mich im
innersten Herzenskämmerlein erquicken und da
aufgehoben bleiben sollen. Tausend Dank und schönsten
Handkuß der Verehrtesten, und viele viele beste Grüße
Beiden von Ihrem innig ergebenen
Mandyczewski