Millenkovich-Morold, Max von: Brief an Josef Reiter. Wien, 21.4.1931
keit des W. M. G. V.s noch durch das endlich
hereinbrechende warme Wetter verschärft würde.
Also lassen wir die Sache auf sich beruhen, plagen
wir uns auch nicht mit Vorarbeiten für den
Herbst, richten wir unsere Augen nur ins Reich!
Der M.G.V. hat immerhin das Verdienst er=
worben, dass Dein Werk bald auch dort zur Geltung
kommt - und dann wird es (spätestens nach
dem Frankfurter Siege!), von selbst nach Wien
zurückkehren.-
Beiliegend der ursprüngliche, nicht abge=
schwächte Wortlaut meiner Linzer Rede. Hof=
fentlich hat Dir unser Beisammensein und
was drum und dran hing, nicht schlecht ange=
schlagen. Meine Frau grüßt herzlichst. Dich
umarmt Dein
Max