Much, Rudolf: Brief an Joseph Pommer. Wien, 26.12.1916
Sache nicht vorher mit einem be-
raten, ausgerechnet ein par Tage
vorher auch nach Prag fahren.
Dazu ist mir meine Zeit zu kostbar
und das Reisen jetzt zu ungemütlich.
So entschloss ich mich schließlich, hier zu
bleiben.
Das Lied vom schwarzbraune
Micherl hab ich von der Lohningerin
gehört, derselben, in deren Haus bei
See Sie wohnten. Oder heißt sie
zu recht Lohingerin? Das werden
Sie selbst am besten wissen. Ich
glaube mich übrigens zu erinnern,
dass der Anfang lautet:
'Der Holzmåun geang in' Wåld',
nicht 'gang'. Wenn Sie eine
Niederschrift von mir haben sollten,
bitte ich Sie, nachzusehen.
Mit den beiden Knacknüssen,