Natter, Ottilie: Brief an Maia und Richard von Kralik. Gmunden, 10.1.1914
und jung wohlauf und frisch, und
in fröhlicher Tätigkeit.
Mein damaliger Aufent=
halt in Wien hat durch meine
Erkrankung ein recht unerquick=
liches Ende gefunden. Vom Bet=
te aus fuhr ich nach Abbazia, wo
ich neuerlich erkrankte, und en=
de April gerade nur reisefähig
für Gmunden war. Schnell da=
rauf häuften sich die Arbeiten
für die Herausgabe des Buches,
erhöht durch Schwierigkeiten al=
ler art und Verdrießlichkei=
ten, die sich bis heute noch hin=
ziehen. Und soeben erst, trotz
der voreiligen Ankündigung
für das Erscheinen des leidi=
gen Buches, habe ich die ersten
Exemplare erhalten. Wollen
Sie beim Durchblättern gütige
Nachsicht üben. Für die letzte
Feile fehlte es mir an Zeit