Natter, Ottilie: Brief an Maia von Kralik. Gmunden, 5.4.1915
das klang freilich wie eine Kriegs=
mähr aus uralten Zeiten.
Wird Ihr Sohn Roderich län=
gere Zeit in Wels verbringen?
Sollte er da nicht für einen kur=
zen Urlaub hieher, oder für einige
Stunden wenigstens nach Gmunden
kommen. Ich würde mich herz=
lich freuen ihn wie einen lieben
Freund zu begrüßen und würde ihn bei
mir zu fesseln suchen. Wollen
Sie ihm gütigst meine Aufforde=
rung gelegentlich mitteilen.
Noch besonders danke ich
Ihnen für den Bericht, über die
große, schöne Aufgabe mit wel=
cher Ihr Gatte betraut wur=
de. Ich kann mir vorstellen
welcher Begeisterung er an die
Ausführung des Werkes schrei=