München, I. IX. 27.
Lieber Freund! Ihre Karte vom Juni habe ich 10 Tage nach
der Aufgabe erhalten u. zw. zu einer Zeit, wo ich bereits
lange wieder in München war. Ich mußte Ende Mai hin nach Linz, da
es mit einem unfähigen Verwalter Verdruß und Schaden
gab. Die Sache kam dann weiter ins Rollen, nebst dem Ver=
walterwechsel kam die Restaurierung der Häuser als unauf=
schiebbar aufs Tabet, so mußte Frl. Mizzi, das alle diese Sachen
auf sich hat und viel besser versteht, wie ich, auch nach Linz kommen
und so waren die 3 Wochen, die ich für meinen Frühjahrbesuch im
alten Heim bestimmt hatte, recht unerfreulich verflossen. Dann gab
es wieder den alten Hetzbetrieb in München, unerfreuliche Arbeit,
die nichts einbringt etc etc, dann meldete sich Ende Juli der Drei=
marken Verlag, dass endlich das Manuskript zu dem Amulett=
Lexikon in Druck geht, das über's Jahr dort lag. Dann kamen
die Fahnen, die Bogen, (ca 400 Seiten), die vielen Tafeln und so sind
wir bei der II. Revision glücklich angelangt. Sie wissen doch, dass
heuer hier die große Ausstellung „Das Bayrische Handwerk“ tobt
und ich im Presseausschuß bin, wodurch fast täglich in der Aus=
stellung zu tun habe und das Riesenhonorar von 10 G die
Druckzeile erhalte. Kein Bericht soll aber länger als 20, höchstens
30 Zeilen sein! So geht es lustig weiter. Am 15. X. ist Schluß
der Ausstellung. Nun habe ich die Absicht, in den nächsten Tagen
nach Linz zu fahren, wo Samstag das große Volksfest be=
ginnt und meine verehrte schöne Freundin mich sehr erwartet.
Ich weiß aber noch nicht, ob es mir mit dem Geld zusammen=
gehen wird, denn die Einnahmen sind recht knapp und - die
Katze läßt das Mausen nicht! ˣ Heuer habe ich dem Linzer=
Lieber Freund! Ihre Karte vom Juni habe ich 10 Tage nach
der Aufgabe erhalten u. zw. zu einer Zeit, wo ich bereits
lange wieder in München war. Ich mußte Ende Mai hin nach Linz, da
es mit einem unfähigen Verwalter Verdruß und Schaden
gab. Die Sache kam dann weiter ins Rollen, nebst dem Ver=
walterwechsel kam die Restaurierung der Häuser als unauf=
schiebbar aufs Tabet, so mußte Frl. Mizzi, das alle diese Sachen
auf sich hat und viel besser versteht, wie ich, auch nach Linz kommen
und so waren die 3 Wochen, die ich für meinen Frühjahrbesuch im
alten Heim bestimmt hatte, recht unerfreulich verflossen. Dann gab
es wieder den alten Hetzbetrieb in München, unerfreuliche Arbeit,
die nichts einbringt etc etc, dann meldete sich Ende Juli der Drei=
marken Verlag, dass endlich das Manuskript zu dem Amulett=
Lexikon in Druck geht, das über's Jahr dort lag. Dann kamen
die Fahnen, die Bogen, (ca 400 Seiten), die vielen Tafeln und so sind
wir bei der II. Revision glücklich angelangt. Sie wissen doch, dass
heuer hier die große Ausstellung „Das Bayrische Handwerk“ tobt
und ich im Presseausschuß bin, wodurch fast täglich in der Aus=
stellung zu tun habe und das Riesenhonorar von 10 G die
Druckzeile erhalte. Kein Bericht soll aber länger als 20, höchstens
30 Zeilen sein! So geht es lustig weiter. Am 15. X. ist Schluß
der Ausstellung. Nun habe ich die Absicht, in den nächsten Tagen
nach Linz zu fahren, wo Samstag das große Volksfest be=
ginnt und meine verehrte schöne Freundin mich sehr erwartet.
Ich weiß aber noch nicht, ob es mir mit dem Geld zusammen=
gehen wird, denn die Einnahmen sind recht knapp und - die
Katze läßt das Mausen nicht! ˣ Heuer habe ich dem Linzer=
ˣ und ich nicht das Sammeln!