Pachinger, Anton Maximilian: Brief an Gustav Gugitz. München, 13.11.1929
entgegen seiner sonstigen Unzugänglichkeit, zur Verfü=
gung stellte. Nett ists von Ihnen, dass Sie der schönen
Frau v. Hilda Ihr neues Werk zueignen. So was freut immer.
Neulich sandte sie mir ein Photo mit ganz unmöglich auf=
gesetzter Goldhaube. Hoffentlich läßt sie sich eine gutes
Bild machen, das Sie dann (vielleicht als Titelbild) in Ihr
Buch bringen. - Ich habe viel Arbeit und komme nicht zum
Schreiben. Eine Katalogisierung in Wolfratshausen hielt
mich jetzt wieder 14 Tage vom Hause fern.
Von Bildern habe ich wieder einige, die Ihr Wohlgefallen
erregen werden, erhalten. So z. B. einen Stich um 1700 „Die
Geilheit“ im höchst origineller Auffassung.
Herr Amonesta ist, wie er versprach, im Oktober nicht
bei mir gewesen.
Nun leben Sie wohl, wenn Ihnen an den zwei
Gemälden gelegen ist, so schreiben Sie mir.
Bestens grüßend
Ihr alter
Pachinger
Senefelderstr. 5. II.