Pirker, Max: Brief an Arthur Roessler. Wien, 24.7.1918
„Le comte de Gabalis, ou entretiens sur les
sciences secrètés“ (Paris 1670). Ich habe
darüber einiges in meinem Aufsatz „E. T. A. Hoffmann
als Bücherfreund“ (Jahrbuch der Bibliophilen
1918) mitgeteilt. In diesem Büchlein ist
die ganze rosenkreuzerische, mystisch-irrationale
Phantastik des 17. Jh. in anmutigster ironischer Form
lebendig geworden: ein Vorklang Voltairescher Spott-
lust, eine Anekdotenfülle, die den Gabalis zu
einer vielbenutzten Fundgrube auch deutscher
Dichter machte: Schiller, Hoffmann, Wieland,
Matthisson, wohl auch Goethe haben ihn gern
benutzt, Anatole France hat ihn in seinem
Roman von der Königin Pedauque recht aus=
giebig benutzt. Die Einleitung würde die Quellen
und die Wirkung dieses Büchleins u. seiner
zahlreichen Fortsetzungen darstellen u.