Popp, Adelheid: Brief an Marianne Hainisch. Wien, 13.3.1934
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Dennoch hat das Spital den Auftrag, der
Staatspolizei zu melden, wann der Zeit-
punkt meiner Entlassung gekommen ist.
Möglicherweise heißt dies, nach diesen
langen und schmerzhaften Erkrankungen
den Weg in die Rossauerlände zu machen,
wo alle gewesenen Nationalrätinnen,
Gemeinderätinnen usw. nun schon seit
Wochen versamelt sind.
Ich wäre sehr glücklich, von Ihnen noch
zu hören und falls ich ungefährdet mein
Heim erreichen werde, so würde ich mir
erlauben, Sie im Laufe der nächsten Woche
zu besuchen.
Mit den allerbesten Wünschen für Sie
und die Ihrigen grüßt herzlichst
Ihre
Adelheid Popp