[mit anderer Hand:] Josef Reiter-Verein in Wien.
Aufruf
„Ehrt eure deutschen Meister,
dann bannt ihr gute Geister!”
Ein aufrechter, deutscher Mann und großer Künstler
Josef Reiter
wird am 19. Jänner 1922 sechzig Jahre alt.
Zahlreiche Musik- und Sängervereine rüsten zu festlichen
Aufführungen seiner Werke und Ehrungen aller Art stehen
bevor.
Geboren in der Grenzstadt Braunau am Inn hat der
Meister von Jugend auf sein Leben der deutschen Kunst und
dem deutschen Volke geweiht und weder Haß und Neid noch
schwere Schicksalsschläge haben seinen Idealismus und seinen
Glauben an die deutsche Zukunft ins Wanken gebracht. In voller
Gesundheit und ungebrochener Schaffenskraft hoffte er noch
viele Jahre seiner geliebten Kunst dienen zu können. Alle
Gebiete musikalischen Schaffens hat er gepflegt und zahlreich sind
seine Werke. Seine Balladen und Lieder (über 160 an der Zahl),
seine vielen gemischten und Frauenchöre, seine Männerchor-
werke (über 140), seine Kammermusik, seine Bühnenwerke
(„Ich aber preise die Liebe”, „Der Bundschuh”, „Der Totentanz”, „Der
Tell”), seine großen Chorwerke (Requiem, Weihnachtsmesse,
Tedeum), seine Volksliedausgaben = und Bearbeitungen - viele
von ihnen sind schon ein teures, wohlgehütetes Gut deutscher
Musik- und Sänger-Vereinigungen geworden.
Die Unterzeichner dieses Aufrufes bitten Alle, denen
die Kunst ein wahrhaftiges Lebensgut ist, mit uns den 60. Ge-
burtstag Josef Reiters durch Festaufführungen seiner Werke
und durch Ehrungen, die sie dem Meister zu wenden, zu feiern.
Wir wollen aber auch den Lebensabend des Gefeierten,
der gewiß kein Feierabend sein wird, dadurch verschönern,
Aufruf
„Ehrt eure deutschen Meister,
dann bannt ihr gute Geister!”
Ein aufrechter, deutscher Mann und großer Künstler
Josef Reiter
wird am 19. Jänner 1922 sechzig Jahre alt.
Zahlreiche Musik- und Sängervereine rüsten zu festlichen
Aufführungen seiner Werke und Ehrungen aller Art stehen
bevor.
Geboren in der Grenzstadt Braunau am Inn hat der
Meister von Jugend auf sein Leben der deutschen Kunst und
dem deutschen Volke geweiht und weder Haß und Neid noch
schwere Schicksalsschläge haben seinen Idealismus und seinen
Glauben an die deutsche Zukunft ins Wanken gebracht. In voller
Gesundheit und ungebrochener Schaffenskraft hoffte er noch
viele Jahre seiner geliebten Kunst dienen zu können. Alle
Gebiete musikalischen Schaffens hat er gepflegt und zahlreich sind
seine Werke. Seine Balladen und Lieder (über 160 an der Zahl),
seine vielen gemischten und Frauenchöre, seine Männerchor-
werke (über 140), seine Kammermusik, seine Bühnenwerke
(„Ich aber preise die Liebe”, „Der Bundschuh”, „Der Totentanz”, „Der
Tell”), seine großen Chorwerke (Requiem, Weihnachtsmesse,
Tedeum), seine Volksliedausgaben = und Bearbeitungen - viele
von ihnen sind schon ein teures, wohlgehütetes Gut deutscher
Musik- und Sänger-Vereinigungen geworden.
Die Unterzeichner dieses Aufrufes bitten Alle, denen
die Kunst ein wahrhaftiges Lebensgut ist, mit uns den 60. Ge-
burtstag Josef Reiters durch Festaufführungen seiner Werke
und durch Ehrungen, die sie dem Meister zu wenden, zu feiern.
Wir wollen aber auch den Lebensabend des Gefeierten,
der gewiß kein Feierabend sein wird, dadurch verschönern,