jdenfalls war das der richtigste Weg, denn es ist viel besser, jemand
spricht dort an Ort und Stelle, statt dass man von hier aus Briefe los-
lässt, auf die gegebenenfalls gar keine Antwort kommt. Wegen des France
fahnde ich noch nach etwas Passendem; ich werde Herrn Brüll dieser Tage
direkt darüber schreiben. Ziemlich enegmatisch ist es mir, wozu mir
Herr Brüll vor kurzem beiliegenden Zettel sandte, mit der Bitte, ihn
direkt nach Leipzig zu expedieren. Laden- und Nettopreis des Villiers
sind mir doch unbekannt und der Titel " Visionen " ist ja, wie Sie wis-
sen, von uns fingiert worden. Sehr leid tut es mir, dass ich bisher mei-
ne Exemplare des Villiers und der Bibliomanen noch nicht erhalten, ja
die Bücher überhaupt nicht zu Gesicht bekommen habe. Herr Brüll stellt
mir den Villers für Anfang des nächsten Jahres in Aussicht. Hoffentlich
stimmt das.
Wie Sie vielleicht gesehen haben, bin ich inzwischen unter die
Mitarbeiter der Neuen Freien Presse gegangen. Es hat mich sehr gefreut,
dass man mich auf eine diesbezügliche Anfrage meinerseits bat, Ihren Huys-
mans dort zu besprechen. Ich sende die Notiz mit gleicher Post an
die Redaktion und lege Ihnen hier eine Kopie bei, die ich Sie als kleinen
und höchst bescheidenen Weihnachtsgruss zu betrachten bitte. Wie
sehr ich Sie liebe und verehre und dass nun in meinem Innern alles wieder
in Ordnung ist, brauche ich Ihnen nicht erst zu sagen. Ich wünsche Ihnen
und hoffe es, dass Sie die Festtage recht angenehm verbringen mögen und
bin mit den ergebensten Handküssen an die gnädige Frau und vielen Grüssen
und Empfehlungen an Sie stets Ihr dankbarer
Erwin Rieger
Salzburg, am 20. Dezember 1921.
Hauptpost restante.
Den Hofmannsthal-Prospekt habe ich Frau Grasmayr gegeben, mit der Bitte, an den
Verlag direkt zu schreiben ob oder nicht. Hoffentlich ist es geschehen .
spricht dort an Ort und Stelle, statt dass man von hier aus Briefe los-
lässt, auf die gegebenenfalls gar keine Antwort kommt. Wegen des France
fahnde ich noch nach etwas Passendem; ich werde Herrn Brüll dieser Tage
direkt darüber schreiben. Ziemlich enegmatisch ist es mir, wozu mir
Herr Brüll vor kurzem beiliegenden Zettel sandte, mit der Bitte, ihn
direkt nach Leipzig zu expedieren. Laden- und Nettopreis des Villiers
sind mir doch unbekannt und der Titel " Visionen " ist ja, wie Sie wis-
sen, von uns fingiert worden. Sehr leid tut es mir, dass ich bisher mei-
ne Exemplare des Villiers und der Bibliomanen noch nicht erhalten, ja
die Bücher überhaupt nicht zu Gesicht bekommen habe. Herr Brüll stellt
mir den Villers für Anfang des nächsten Jahres in Aussicht. Hoffentlich
stimmt das.
Wie Sie vielleicht gesehen haben, bin ich inzwischen unter die
Mitarbeiter der Neuen Freien Presse gegangen. Es hat mich sehr gefreut,
dass man mich auf eine diesbezügliche Anfrage meinerseits bat, Ihren Huys-
mans dort zu besprechen. Ich sende die Notiz mit gleicher Post an
die Redaktion und lege Ihnen hier eine Kopie bei, die ich Sie als kleinen
und höchst bescheidenen Weihnachtsgruss zu betrachten bitte. Wie
sehr ich Sie liebe und verehre und dass nun in meinem Innern alles wieder
in Ordnung ist, brauche ich Ihnen nicht erst zu sagen. Ich wünsche Ihnen
und hoffe es, dass Sie die Festtage recht angenehm verbringen mögen und
bin mit den ergebensten Handküssen an die gnädige Frau und vielen Grüssen
und Empfehlungen an Sie stets Ihr dankbarer
Erwin Rieger
Salzburg, am 20. Dezember 1921.
Hauptpost restante.
Den Hofmannsthal-Prospekt habe ich Frau Grasmayr gegeben, mit der Bitte, an den
Verlag direkt zu schreiben ob oder nicht. Hoffentlich ist es geschehen .