B. d. 22. XII. 15.
Meine lieben Freundinnen, es tut mir so
leid, daß ich Ihre lieben lieben Briefe, die stets
eine wahre Herzensfreude für mich sind, jetzt
garnicht so beantworten kann, wie ich wohl
gern möchte; aber mir fehlt so ganz u. gar
die Zeit und auch die rechte Briefschreibe=
stimmung. Ich lebe ganz u. gar jetzt im Augen=
blick und gerade in der letzten Zeit auch in ziem=
licher Hetze. Zu den Weihnachtsvorbereitungen in
Peters Lazarett, auf die ich mich ja schon ein=
gerichtet hatte, kam noch im letzten Augen=
blick die Soldatenbescherung im Urban, wo auch
gegen 150 Verwundete liegen. Das soll nun alles
schnell besorgt werden u. möglichst nett
sein. Bei den Riesenentfernungen u. den
Meine lieben Freundinnen, es tut mir so
leid, daß ich Ihre lieben lieben Briefe, die stets
eine wahre Herzensfreude für mich sind, jetzt
garnicht so beantworten kann, wie ich wohl
gern möchte; aber mir fehlt so ganz u. gar
die Zeit und auch die rechte Briefschreibe=
stimmung. Ich lebe ganz u. gar jetzt im Augen=
blick und gerade in der letzten Zeit auch in ziem=
licher Hetze. Zu den Weihnachtsvorbereitungen in
Peters Lazarett, auf die ich mich ja schon ein=
gerichtet hatte, kam noch im letzten Augen=
blick die Soldatenbescherung im Urban, wo auch
gegen 150 Verwundete liegen. Das soll nun alles
schnell besorgt werden u. möglichst nett
sein. Bei den Riesenentfernungen u. den