Schnabel, Artur: Brief an Ernst Krenek. Charlottenburg, 23.10.1931
II.
Uns geht es, besonders im Unsichtbaren, durchaus leidlich.
Ich bin noch immer nicht ganz von meiner Neuritis befreit,
doch, so glaube ich, ihrem Ende nah.
Ich habe sehr wenige Arbeitgeber, aber glücklicherweise
immer viel zu tun.
Noch einmal: ich wünsche mir sehr, Sie bald zu sehn;
ich habe viel zu fragen.
Und nun Ihrer Frau und Ihnen
von uns allen
herzlichste Grüsse.
Ihr alter
ArturSchnabel