Wien d. 19. Octbr. [18]32.
Mein verehrter Freund
Ich gestehe Ihnen aufrichtig Ihr Schreiben v. 12. d. hat
mich eben so überrascht als erfreut. Daß Sie der
Unserige werden würden, wußte ich schon in
dem Augenblick als wir am Tage Ihrer Abreise
noch im Sperl zusammen waren, - ich wußte
auch, daß in diesen Augenblick schon alles schrift=
lich abgemacht war. [...]stellend mußte es
mir daher sagen, daß als ich Sie damals dieser=
halb frug, Sie Ihres Engagements hier nur als
einer vorläufig besprochnen Sache es erwähn=
ten, die erst in der Folge schriftlich näher
ausgemacht werden sollte. Ich leugne gar
nicht, daß mir, der ich Ihnen nach meiner Uber=
zeugung mit manchen guten Rath, doch voll
Vertrauen entgegen gekommen war,
der wie Sie ietzt selbst sagen,
Ihnen von großen Nutzen gewesen, - Sie
damals durch Ihr Verschweigen des schon ge=
schehnen Abschlußes, mir gerechtes Mißtrau=
en einflößten, ich zu bereuen anfieng,
daß ich so vertrauungsvoll gegen Sie ge=
wesen. - Gar dacht ich, da bist du mit deiner
Mein verehrter Freund
Ich gestehe Ihnen aufrichtig Ihr Schreiben v. 12. d. hat
mich eben so überrascht als erfreut. Daß Sie der
Unserige werden würden, wußte ich schon in
dem Augenblick als wir am Tage Ihrer Abreise
noch im Sperl zusammen waren, - ich wußte
auch, daß in diesen Augenblick schon alles schrift=
lich abgemacht war. [...]stellend mußte es
mir daher sagen, daß als ich Sie damals dieser=
halb frug, Sie Ihres Engagements hier nur als
einer vorläufig besprochnen Sache es erwähn=
ten, die erst in der Folge schriftlich näher
ausgemacht werden sollte. Ich leugne gar
nicht, daß mir, der ich Ihnen nach meiner Uber=
zeugung mit manchen guten Rath, doch voll
Vertrauen entgegen gekommen war,
der wie Sie ietzt selbst sagen,
Ihnen von großen Nutzen gewesen, - Sie
damals durch Ihr Verschweigen des schon ge=
schehnen Abschlußes, mir gerechtes Mißtrau=
en einflößten, ich zu bereuen anfieng,
daß ich so vertrauungsvoll gegen Sie ge=
wesen. - Gar dacht ich, da bist du mit deiner