Seligmann, Adalbert Franz: Brief an Hugo Wittmann. o.O., 20.9.1920
wicht darauf, daß es sich hier nicht um eine
Art Autobiographie, um „Memoiren” handelt,
daß sie keinerlei "Enthüllungen" oder sonstige
„Sensationen” bringt, sondern harmlose
Erinnerungsskizzen, in denen sie möglichst
wahrheitsgetreu berichtet, was sie da u. dort gesehen und
erlebt hat; daß es ihr gar nicht darum zu
thun war, einen „literarischen” Stil zu schreiben
sondern einfach u. anspruchslos Dinge zu erzählen,
die der jetzigen Generation nicht mehr bekannt
sind u., im Hinblick darauf, daß es sich um
historisch bedeutsame Persönlichkeiten oder Kultur=
bilder handelt, einen gewissen Wert haben.
Sie hat auch darum an den vor einem Viertel=
jahrhundert geschriebenen Aufsätzen nicht das
geringste geändert.
Bei der Auswahl und Durchsicht dieser Aufsätze
zu Rathe gezogen, konnte ich der Fstin nur in
allem beistimmen u. ihr versichern, daß auch
meiner Ansicht nach, jeder Versuch, etwaige