Tietze, Hans: Feldpostbrief an August Sauer. o.O., 7.1.1918
aber gerade hier die Schwierigkeit oder
Unmöglichkeit, den großen Wellenlinien
völkischer Zusammensetzung und Entwick=
lung den bestimmenden Einfluss ein=
zuräumen, besonders deutlich. Gerade
in der Kunst, die immer zwischen und
unter fremden Einflüssen Ihren Eigenweg
sucht, verlieren wir uns hier allzuleicht
in eine künstliche Konstruktion.
Verzeihen Sie, dass ich in diesen
mich lebhaft beschäftigenden Ideen
hängen geblieben bin - jede geistige
Anregung wirkt jetzt wie eine Oase auf
das Kamel.
In vorzüglicher Verehrung
Ihr ergebener Hans Tietze