schon, bevor Sie ins Amt kamen. Denn genau dieselbe Zusicherung in
Bezug auf diese Rolle, die Sie mir gaben, hatte mir schon Ihr Vorgänger gegeben.
Um Ihnen einen Vorschlag zu machen: wie steht
es denn mir einer Neuinszenierung des Faust? ich dächte mir: Hans Marr als Faust
und Harry Walden als Mephisto, wäre keine schlechte Besetzung!
In klassischen Rollen bin ich absolut nicht für
ein Alternieren. Ich verzichte lieber auf eine Rolle, ehe ich sie auf diese
Weise mit einem andern teilen muss. Andererseits muss ich Sie nun aber wirk-
lich recht eindringlich bitten, dass Sie, was die klassischen Rollen betrifft, mei-
ne Beschäftigung etwas näher ins Auge fassen. Ich bin doch wohl etwas zu
gut dazu, um nur in einigen Lustspielrollen - oder vielleicht gar in Episoden
verwendet zu werden. Ausserdem sehe ich mit Neugier dem Tage entgegen, wo Sie
mir einen Vorschlag betreffs der Inszenierung eines Stückes machen werden.
Es geht doch wohl nicht an, dass Sie diese künstlerische Freude dem einen
zu Teil werden lassen und dabei einen andern, der es veilleicht genauso ver-
dient, übergehen.
Ich bleibe mit vorzüglicher Hochachtung
Ihr ganz ergebener
Harry Walden
Bezug auf diese Rolle, die Sie mir gaben, hatte mir schon Ihr Vorgänger gegeben.
Um Ihnen einen Vorschlag zu machen: wie steht
es denn mir einer Neuinszenierung des Faust? ich dächte mir: Hans Marr als Faust
und Harry Walden als Mephisto, wäre keine schlechte Besetzung!
In klassischen Rollen bin ich absolut nicht für
ein Alternieren. Ich verzichte lieber auf eine Rolle, ehe ich sie auf diese
Weise mit einem andern teilen muss. Andererseits muss ich Sie nun aber wirk-
lich recht eindringlich bitten, dass Sie, was die klassischen Rollen betrifft, mei-
ne Beschäftigung etwas näher ins Auge fassen. Ich bin doch wohl etwas zu
gut dazu, um nur in einigen Lustspielrollen - oder vielleicht gar in Episoden
verwendet zu werden. Ausserdem sehe ich mit Neugier dem Tage entgegen, wo Sie
mir einen Vorschlag betreffs der Inszenierung eines Stückes machen werden.
Es geht doch wohl nicht an, dass Sie diese künstlerische Freude dem einen
zu Teil werden lassen und dabei einen andern, der es veilleicht genauso ver-
dient, übergehen.
Ich bleibe mit vorzüglicher Hochachtung
Ihr ganz ergebener
Harry Walden