Zweig, Stefan: Brief an Richard von Schaukal. Wien, 13.5.1914
scheiden mögen – in aufrichtiger
Ergebenheit
Stefan Zweig
P.S. Ich füge noch eines bei: dass
mir, ob Sie nun mitwirken oder
nicht, Ihr persönlicher Rat sehr von
Wert bei einzelnen Entscheidungen
wäre. Nichts käme mir erwünschter
als könnte ich, in einzelnen Fällen
der annähernden Gleichwertigkeit
an eine Instanz appellieren, die hier
ihre Competenz am Werke selbst erwiesen
hat und damit etwas von der Macht
der Entschliessung, die ich weniger als
lustvoll denn als verantwortungsreich
empfinde, mir selbst entziehen. Ich
würde Ihnen dafür lebhaftesten Dank
wissen.