Hohlbaum, Robert: Brief an Franz von Ginzkey. Tarrenz, 6.9.1931
bestanden hat, wirst Du als Erster unterschreiben.
Und so seid Ihr Beide innigst gegrüßt
von Eurem alten
Robert.
Mein lieber Franz Karl!
Auch ich kann mir's nicht versa=
gen, Dich zu Deinem Ehrentage besonders
zu grüßen nicht nur als Freundin sondern
in erster Linie als Frau die sich durch die
Gloriole Deiner Frauenverehrung, wenn
auch vielleicht unverdientermaßen, mit=
gehoben fühlt! - Du hast das Schillersche Wort
sogar vernichtet, indem Du es bist, der
„himmlische Rosen in unser nur zu irdisches
Leben” gewebt hast und so Vieles gutge=
macht, was das moderne Leben mit uns
vernichtet. Möge Dein Genie Dir noch viele
Jahre nicht nur in ungebrochener sondern
immer geläuterterer Kraft erhalten blei=
ben. Dies wünscht Dir und Steffi - die ich als Be=
siegerin der dornigen Beigaben - mit Dir
innigst grüße
Deine Leona