Berg, Alban: Brief an Anton von Webern. Berghof, 16.3.1920
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    die sich dafür geradezu zugrunde richten, Du namentlich,
    auch nicht einen Bruchteil eines entsprechenden Ent=
    geltes dafür erhalten. Als mir – nachdem ich auf
    diese Bitte um Enthebung u. Gehaltseinstellung keine Ant=
    wort erhielt – dann plötzlich Mitte Februar (Jänner
    hörte und erhielt ich nichts!) 400 K zugesandt wurden,
    konnte ich mir das gar nicht erklären u.
    erfuhr erst auf meine dringliche Anfrage u. quasi Zurück
    weisung eines Honorars, von Rufer in einem übrigens sau=
    dummen Brief, daß dies ein Honorar für Februar bedeute
    ([…] Jännergehalt wieder kein Wort!) u.
    mir auch weiterhin ein solches „vorgeschossen“ werde. Das
    passt mir natürlich gar nicht. Es lag mir im ersten
    Augenblick nahe, Dir, der ja nun auch meine Arbeit
    zu leisten gezwungen war, dieses Honorar zu
    überweisen. Und hätte es schon längst getan, wenn es
    sich um eine einmalige Sache gehandelt hätte. So
    aber, wo erstens der Verbleib des Jännergelds noch unaufgeklärt
    ist u. auch in den kommenden Monaten Monats=
    gelder in Aussicht sind, muß ich deshalb privat u.
    eventuell darnach offiziell mit Schonberg deshalb korrespon