ein für allemal abgesagt habe – bis auf weiteres – sondern
mußte sie gleich einigen häßlichen alten Weibern für einige
Päckchen Mehl in Austausch geben. –
Aber Freuden gibt es doch noch: da liest man
z. B. am 14. Juli im Tagblatt die erhebende Nachricht, daß
ein "bekannter Literarhistoriker u. Bibliofile", dessen
Verdienste dann auch aufgezählt werden, seinen 50. Geburtstag
begeht. Wer ist der Mann? Siehe da: Nicht Anton
Schlosser – sondern M. M. R . . . . . r! Wie reizend u.
richtig in dieser "großen" Zeit! [Mit Bleistift von fremder Hand angemerkt (Rabenlechner)]
Am 1. Montag Augusti ließ ich mich verleiten
zu Mälzl zu gehen, um auf lange Zeit wieder genug zu
haben! Ich bin mit dem kleinen Dr. M. v. Ackermann e'
tutti quanti fast grob geworden. Da jammern sie über
das Elend u. tun fleißig kriegshetzen. Die friedsamen
armseligen Spießer werden auf einmal zu roten Henkers-
knechten, die alle aufhängen lassen möchten, welche ihr
Heil noch in etwas anderem zu suchen geneigt wären
als im Blut und Mord! –
Der Tschock hat sich in sein stilles Sommerheim
zurückgezogen u. ich werde ihn demnächst dort aufsuchen.
Seit 20. Juli sind meine Töchter in Ungarn u. kehren
morgen von dort zurück. Ob ich noch hingehe, weiß ich noch
nicht. Ich bin körperlich recht elend. Einstweilen liegt
mir der Held aus Albanien noch immer auf dem
Halse. Er hat sich zu seinem 3 monatl. Studien (?) Urlaub
noch richtig eine Verlängerung von 6 (!) Wochen herausge-
schlagen – so wirtschaften sie mit der kostbaren Zeit!
mußte sie gleich einigen häßlichen alten Weibern für einige
Päckchen Mehl in Austausch geben. –
Aber Freuden gibt es doch noch: da liest man
z. B. am 14. Juli im Tagblatt die erhebende Nachricht, daß
ein "bekannter Literarhistoriker u. Bibliofile", dessen
Verdienste dann auch aufgezählt werden, seinen 50. Geburtstag
begeht. Wer ist der Mann? Siehe da: Nicht Anton
Schlosser – sondern M. M. R . . . . . r! Wie reizend u.
richtig in dieser "großen" Zeit! [Mit Bleistift von fremder Hand angemerkt (Rabenlechner)]
Am 1. Montag Augusti ließ ich mich verleiten
zu Mälzl zu gehen, um auf lange Zeit wieder genug zu
haben! Ich bin mit dem kleinen Dr. M. v. Ackermann e'
tutti quanti fast grob geworden. Da jammern sie über
das Elend u. tun fleißig kriegshetzen. Die friedsamen
armseligen Spießer werden auf einmal zu roten Henkers-
knechten, die alle aufhängen lassen möchten, welche ihr
Heil noch in etwas anderem zu suchen geneigt wären
als im Blut und Mord! –
Der Tschock hat sich in sein stilles Sommerheim
zurückgezogen u. ich werde ihn demnächst dort aufsuchen.
Seit 20. Juli sind meine Töchter in Ungarn u. kehren
morgen von dort zurück. Ob ich noch hingehe, weiß ich noch
nicht. Ich bin körperlich recht elend. Einstweilen liegt
mir der Held aus Albanien noch immer auf dem
Halse. Er hat sich zu seinem 3 monatl. Studien (?) Urlaub
noch richtig eine Verlängerung von 6 (!) Wochen herausge-
schlagen – so wirtschaften sie mit der kostbaren Zeit!