nochmals tausend Dank.
Drostebogen geht mit Gladstone in den nächsten Tagen ab,
ich wollte heute beides zur Post bringen - kam aber trotz Stock
nur bis an die nächste Ecke. Ich habe mich hier unterbrochen, um in
der Droste nachzulesen. Gewiß ist ihre Diktion sehr schwer, um nicht zu
sagen schwerfällig. Finden Sie sie nicht auch ganz männlich? Daß
sie uns sogenannt gebildeten Österreichern aber mühsamer
sein sollte als den Deutschen kann ich nicht glauben. Ihre eng=
sten westfählischen Landsleute natürlich ausgenommen. Denn
wir haben doch unsere ganze lit. Erziehung von den deutschen
Dichtern und Schriftstellern her, noch dazu etwa von den Österrei-
chern die sich von ihnen in ihrer Sprache - schriftlichen - nicht unter-
scheiden. Die spezifischen Österreicher - Anzengruber, Raimund etc -
sind doch nicht unsere Hauptbildungsquelle.
Penninks, die aber hier waren, bevor Ihr l. Brief kam, erzähl-
ten mir schon, daß Ihr Paul neues Amt und neue Würde hat.
Herzlichen Glückwunsch Eltern u. Sohn. Mit seinen schönen Gedich-
ten beschäftige ich mich sehr. Eingehenderes darüber das nachste
Mal
Zu K. E.s 20. Todestag hat die Czernowitzer Morgenzeitung
einen schönen Leitartikel gebracht. Es wurde auch einer
Volksbibl. dort ein zu diesem Zweck angefertigtes Bild
von K. E. gespendet.
Aus Böhmen kam vor Kurzem die Bitte um ein
Autogramm von ihm. Jedes Zeichen, daß sein Andenken
lebt, freut mich.
Und nun gute Nacht!
Mit vielen Grüßen an Sie Alle
Ihre
treu und dankbar ergebene
OF.
500 Blatt hatte der Block - dies ist das vorletzte. Sie
sind fast alle an Sie verschrieben! Was nicht heißen soll, daß
ich kein Papier habe
Drostebogen geht mit Gladstone in den nächsten Tagen ab,
ich wollte heute beides zur Post bringen - kam aber trotz Stock
nur bis an die nächste Ecke. Ich habe mich hier unterbrochen, um in
der Droste nachzulesen. Gewiß ist ihre Diktion sehr schwer, um nicht zu
sagen schwerfällig. Finden Sie sie nicht auch ganz männlich? Daß
sie uns sogenannt gebildeten Österreichern aber mühsamer
sein sollte als den Deutschen kann ich nicht glauben. Ihre eng=
sten westfählischen Landsleute natürlich ausgenommen. Denn
wir haben doch unsere ganze lit. Erziehung von den deutschen
Dichtern und Schriftstellern her, noch dazu etwa von den Österrei-
chern die sich von ihnen in ihrer Sprache - schriftlichen - nicht unter-
scheiden. Die spezifischen Österreicher - Anzengruber, Raimund etc -
sind doch nicht unsere Hauptbildungsquelle.
Penninks, die aber hier waren, bevor Ihr l. Brief kam, erzähl-
ten mir schon, daß Ihr Paul neues Amt und neue Würde hat.
Herzlichen Glückwunsch Eltern u. Sohn. Mit seinen schönen Gedich-
ten beschäftige ich mich sehr. Eingehenderes darüber das nachste
Mal
Zu K. E.s 20. Todestag hat die Czernowitzer Morgenzeitung
einen schönen Leitartikel gebracht. Es wurde auch einer
Volksbibl. dort ein zu diesem Zweck angefertigtes Bild
von K. E. gespendet.
Aus Böhmen kam vor Kurzem die Bitte um ein
Autogramm von ihm. Jedes Zeichen, daß sein Andenken
lebt, freut mich.
Und nun gute Nacht!
Mit vielen Grüßen an Sie Alle
Ihre
treu und dankbar ergebene
OF.
500 Blatt hatte der Block - dies ist das vorletzte. Sie
sind fast alle an Sie verschrieben! Was nicht heißen soll, daß
ich kein Papier habe