So ist eines der stimmungsvollsten kleine
Musikstücke entstanden, die ich kenne. Es
wird nicht selten in der Kirche als Ave Ma=
ria gespielt u. hat mich jedesmal ergriffen,
ob die Arie gesungen oder gegeigt wur=
de. Aber erst, als ich es auf dem Klavier
spielte, entdeckte ich darin das mir lange
bekannte 1. Präludium von Bach als Be=
gleitung, die natürlich ganz von der Arie
dominiert wird, ihr aber mit ihren wun=
derbar einfachen Modulationen erst den
vollen Reiz verleiht. Ich empfehle es Ihnen
sehr als ein schönes frommes Gebet am
Klavier. Es ist das letzte Stück, das ich
auf dem Klavier gespielt habe, vielleicht
das letzte in meinem Leben. Und zwar
bei B. K. vor bald 3 Jahren. Sonst habe ich
von „Bach” gewiß nie etwas gespielt,
außer zu Hause. Dieser „Bach” ist aber
auch für Sie gewiß nicht zu hoch. Man
wird Sie dann vielleicht auch als eine
Bach-Spielerin preisen. Komponiert ha=
be ich nie eine Zeile, natürlich auch nie
etwas Ähnliches erzählt. Aber von mei=
ner Schwester wurden in Wien ein paar
preisgekrönte Kompositionen aufge=
führt, sie hat auch die Bach-Gemeinde in
Wien gegründet. Ich aber bin unschul=
dig. Glauben Sie nie etwas, was Sie
über mich hören; es ist gewiß nicht wahr
oder doch nicht ganz wahr. Wahrheit ist
äußerst selten u. wird schon von der
zweiten Zunge verschlungen. Wahr
ist nur, daß - unless you know it better -
Sie keinen treueren Freund haben, der Sie
so aufrichtig u. innig verehrt, wie
Ihr alter A. Haus
Musikstücke entstanden, die ich kenne. Es
wird nicht selten in der Kirche als Ave Ma=
ria gespielt u. hat mich jedesmal ergriffen,
ob die Arie gesungen oder gegeigt wur=
de. Aber erst, als ich es auf dem Klavier
spielte, entdeckte ich darin das mir lange
bekannte 1. Präludium von Bach als Be=
gleitung, die natürlich ganz von der Arie
dominiert wird, ihr aber mit ihren wun=
derbar einfachen Modulationen erst den
vollen Reiz verleiht. Ich empfehle es Ihnen
sehr als ein schönes frommes Gebet am
Klavier. Es ist das letzte Stück, das ich
auf dem Klavier gespielt habe, vielleicht
das letzte in meinem Leben. Und zwar
bei B. K. vor bald 3 Jahren. Sonst habe ich
von „Bach” gewiß nie etwas gespielt,
außer zu Hause. Dieser „Bach” ist aber
auch für Sie gewiß nicht zu hoch. Man
wird Sie dann vielleicht auch als eine
Bach-Spielerin preisen. Komponiert ha=
be ich nie eine Zeile, natürlich auch nie
etwas Ähnliches erzählt. Aber von mei=
ner Schwester wurden in Wien ein paar
preisgekrönte Kompositionen aufge=
führt, sie hat auch die Bach-Gemeinde in
Wien gegründet. Ich aber bin unschul=
dig. Glauben Sie nie etwas, was Sie
über mich hören; es ist gewiß nicht wahr
oder doch nicht ganz wahr. Wahrheit ist
äußerst selten u. wird schon von der
zweiten Zunge verschlungen. Wahr
ist nur, daß - unless you know it better -
Sie keinen treueren Freund haben, der Sie
so aufrichtig u. innig verehrt, wie
Ihr alter A. Haus