Jaray, Karl: Brief an den Verlag Die Fackel. Wien, 30.12.1928
II.
4.Januar 9
sie gewendete Härte empfinden. Die Freunde sind gewiß überzeugt,
daß sie nicht gut täten, die Arbeit, die den Feinden gilt, zu ver-
kürzen, und nehmen es darum wohl nicht übel, daß man sie gelegent-
lich bittet, den besonderen Notstand zu berücksichtigen, der durch
die Überfülle des häßlichsten Materials zu Zeiten erwächst. Es be-
darf nicht der Versicherung, daß es Herrn Karl Kraus viel lieber
wäre, nur die erfreulichen Äußerungen zur Kenntnis zu nehmen, aber
er muß eben gerade auf diese um der anderen willen verzichten. Viel-
leicht haben Sie, hochgeehrter Herr Professor, die Freundlichkeit,
uns mit einem telephonischen Wort wissen zu lassen, daß Sie diesen
Verzicht begreiflich finden, und wie Sie die Entscheidung wegen
jener Akten getroffen haben.
Mit wiederholtem Dank und dem Ausdruck
vorzüglichster Hochachtung